Robotertechnologien im Einzelhandel

Bei Saturn ist es Tory, bei Decathlon Tally und bei Zalando Torus: Immer öfter gehen Maschinen dem Menschen im Einzelhandel zur Hand. Roboter erobern die Lager und Logistikzentren sowie Prozesse am POS und auf der Verkaufsfläche. Sie nehmen Mitarbeitern Inventuren ab, melden Regallücken, navigieren Kunden durch den Laden, brillieren mit Extrawissen zu Produkten. Nach einer Studie des Beratungsunternehmen Elaboratum, die dem „Handelsblatt“ vorliegt, können sich 76 Prozent der Befragten sogar vorstellen, künftig einen Hilfs-Roboter beim Einkaufen zu nutzen. Viele Branchenexperten sind sich sicher: Wer Roboter einsetzt, gewinnt. Ich möchte Ihnen zeigen warum.

Pepper mahnt zu Abstand

Die Coronavirus-Krise stellt den Einzelhandel auf eine harte Probe. Mitarbeiter arbeiten am Limit, setzen sich jeden Tag der Gefahr einer Ansteckung mit dem neuartigen Virus aus und müssen sich zudem noch mit scheinbar unbelehrbaren und ignoranten Kunden auseinandersetzen, die die Hygienevorschriften nicht einhalten. Das zehrt an den Nerven.

In einem Edeka-Markt im nordrhein-westfälischen Lindlar hilft seit vergangenem Mittwoch ein kleiner Roboter aus. “Pepper”, der eigentlich ein Pflegeroboter ist, steht im Kassenbereich der Filiale und schwört Einkaufende mit elektronischer Stimme auf die Schutzmaßnahmen ein. Außerdem wirbt er für Rücksichtsnahme und Solidarität untereinander und rät mit kindlich-freundlichem Gesichtsausdruck von Hamsterkäufen ab. Auch wenn “Pepper” nicht mit anpackt, unterstützt der Roboter die Mitarbeiter im Supermarkt auf eine andere Weise – mit dem Appell an die Vernunft der Kunden.

Tory, der Inventur- und Regallücken-Roboter

Anpacken können “Peppers” Brüder und Schwestern dafür ziemlich gut. Wenn das rege Treiben beispielsweise im Modehaus Adler zu Ende geht, macht sich Inventur-Roboter “Tory” an die Arbeit. Der ein Meter große Roboter fährt durch die Gänge der Filialen, scannt Bestandslücken und spürt Fehlplatzierungen auf, in dem er RFID-Etiketten scannt. Der Roboter erfasse 99 Prozent der Ware auf der Verkaufsfläche und sei dabei bis zu dreimal so schnell wie ein Mensch mit RFID-Handscannern, heißt es in einem Artikel der Lebensmittel-Zeitung. “Während Mitarbeiter 4 000 Artikel pro Stunde erfassen, schafft die Metralabs-Maschine zwischen 10 000 und 15 000”, wird darin weiter beschrieben. Den aktuellen Bestand funkt “Tory” an das Warenwirtschaftssystem. Das wiederum ordert Blusen, Hosen und Kleider aus dem Zentrallager nach und fordert die Mitarbeiter am nächsten Morgen auf, diese zu verräumen.

Der Cobot: Kollege Roboter

Auch immer mehr Lebensmittelhersteller setzen auf eine Zukunft, in der Menschen und Roboter Hand in Hand arbeiten. Anfang des Jahres gab Nestlé Deutschland  bekannt, den Einsatz von kollaborierenden Robotern, Cobots genannt, auszuweiten.

Diese Cobots schichten mit einem Greifarm Kartons mit Produkten wie After-Eight-Schokolade auf eine Palette – bis zu 1,5 Meter hoch. Ist die Palette voll, zieht ein Mitarbeiter diese aus dem Arbeitsbereich und stellt eine neue hinein. Der Cobot nimmt den Mitarbeitern mit dem Packen der Paletten einiges an Arbeit ab. Und genau das war die Motivation hinter der Umstellung zum automatisierten Packvorgang. „Bislang stapelte dort ein Mitarbeiter die Kartons und hob dabei pro Schicht 6 Tonnen per Hand“, sagt Produktionsingenieur Sven-Peter Schemel in einem Bericht der Lebensmittel-Zeitung.

Entlasten auch Sie Ihre Mitarbeiter

Auch Sie können Ihre Mitarbeiter im Einzelhandel entlasten. Mit der Automatisierung Ihres Entsorgungsprozesses zum Beispiel. Ich bin Anton Leon Baler, eine automatisierte Ballenpresse. Teamwork und Effizienz werden bei mir groß geschrieben.

Während der Cobot von Nestlé den Mitarbeitern das Heben von bis zu 6 Tonnen am Tag erspart, erspare ich meinen Kollegen täglich 400 Bückvorgänge. Besonders die Entsorgung von Verpackungen nimmt im Einzelhandel Zeit in Anspruch und ist Gift für das Kreuz und Hände. Der Einsatz von Cutter Messern zur Zerkleinerung der Kartons ist gefährlich und das tiefe Bücken, um Kartons einzusammeln, beansprucht Wirbelsäule und Knie. Mit einer Ballenpresse mit automatischer Befüllung reduzieren Sie diesen körperlichen Aufwand. Händisches Zerreißen und Zerschneiden von Kartons entfällt vollkommen.

Dass die Presskammern nicht mehr händisch von den Mitarbeitern befüllt werden müssen ist nicht nur sicherer und gesundheitsschonender, sondern spart auch eine Menge Zeit. Über 500 Arbeitsstunden im Jahr spart allein eine Filiale mit dieser automatisierten Entsorgung ein. Das sind zwei Stunden am Tag. Wertvolle Zeit, die Ihre Mitarbeiter sinnvoller einsetzen können.

Ob Tory oder Pepper, Robotertechnologien und automatisierte Prozesse bringen enorme Vorteile für Sie und Ihren Handel mit sich und die Mitarbeiter haben mehr Zeit für das Kerngeschäft.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

EuroShop 2020: Die Must-Sees auf der weltgrößten Einzelhandelsmesse

Über 100.000 Besucher, knapp 2400 Aussteller, rund 127.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche: Die EuroShop in Düsseldorf ist die wahrscheinlich wichtigste Messe der gesamten Einzelhandelsbranche. Ein Besuch ist quasi Pflicht. Denn so eine gute Möglichkeit, die neusten Techniken, Innovationen und Trends an einem Ort erleben zu können, gibt es selten. Sie sollten sich das auf keinen Fall entgehen lassen!

Auch ich werde in Düsseldorf vom 16. bis 20.02.2020 dabei sein. Weil man bei so einer großen Messe schnell den Überblick verliert, habe ich mich im Vorfeld schon einmal schlau gemacht. Ich stelle Ihnen vor, welche Orte Sie bei einem Messebummel auf keinen Fall auslassen sollten und wo Sie die interessantesten Innovationen und Trends entdecken können. Hier die Must-Sees der EuroShop 2020!

Die Zukunft heute erleben

Insgesamt acht Dimensionen können auf der EuroShop erkundet werden. Das sind quasi Themenwelten, in jeder Dimension finden Sie die interessantesten Neuerungen eines Schwerpunktthemas. Eine der acht Dimensionen kann ich Ihnen besonders ans Herz legen.

Und zwar die Dimension “Retail Technology”. Dort finden Sie die allerneusten Technologien, beispielsweise in Bezug auf Virtual Reality und Künstliche Intelligenz. Diese Begriffe fallen immer wieder, wenn wir über Innovationen sprechen. Natürlich sind das Technologien der Zukunft – kein Einzelhändler kann sein Geschäft heute komplett maschinell führen. Aber technisch möglich ist es vielleicht schon – oder wir sind auf dem besten Weg dahin. Den aktuellen Stand der Technik können Sie auf der EuroShop erleben. Aber wollen wir das überhaupt? Einen maschinellen Einzelhandel? Genau deswegen müssen Sie sich die Innovationen unbedingt anschauen. Wir sollten uns nämlich heute schon Gedanken machen, welche Rolle Maschinen und Technik im zukünftigen Einzelhandel spielen sollten. Und welche Rolle der Mensch in Zukunft einnehmen wird.

Maschine als Unterstützung

Meine Meinung: Maschinen sollen im Einzelhandel unterstützen, der Mensch steht aber weiterhin im Mittelpunkt. Denn er hat etwas, was keine Maschine vorweisen kann: Empathie. Der Mensch kann Kunden ihre Wünsche von den Augen ablesen und ihnen diese erfüllen. Doch dafür braucht er Zeit. Zeit, die ihm Maschinen geben können, beispielsweise, wenn sie zeitfressende Routineaufgaben übernehmen.

Wie das in der Praxis aussehen kann, erfahren Sie bei meinen Kollegen von Strautmann. Sie zeigen Ihnen in Halle 15 an Stand E56 eine innovative Entsorgungslösung, mit der Sie 2000 Arbeitsstunden im Jahr einsparen können. So haben die Mitarbeiter mehr Zeit für das, worauf es wirklich ankommt: die Kunden. Wie das geht? Ganz einfach: Durch Automatisierung. Eine automatische Ballenpresse muss nämlich nicht mehr händisch befüllt werden. Genau solche Lösungen sind meiner Meinung nach die Zukunft des Einzelhandels. Deswegen gehört der Strautmann-Stand auf jeden Fall zu den Must-Sees auf der EuroShop!

Austausch mit Experten

Sich Innovationen anzuschauen ist gut, sich darüber auszutauschen ist besser. Raum dafür bieten die Stages auf der EuroShop. Der Name hat sich geändert – früher hießen sie Foren – das Konzept bleibt aber das gleiche: Sie haben die Möglichkeit, mit internationalen Experten ins Gespräch zu kommen und sich spannende Fachbeiträge anzuhören. Sie wollen wissen, was die neusten Entwicklungen im Bereich Self-Scanning sind? Dann sollten Sie die Retail Technology Stage in Halle 6 besuchen. Falls Sie sich für Themen aus dem Bereich Shopper Marketing interessieren, sind Sie bei der Retail Marketing Stage in Halle1 richtig. Hier finden Sie alle Stages und Vorträge in der Übersicht.

Mein Geheimtipp: Auch mein Kollege Thomas Gruschwitz teilt seine Expertise und stellt eine innovative Entsorgungslösung vor. Sie treffen ihn am 19. Februar um 13:30 Uhr auf der Retail Marketing Stage.

Die beste Innovation des Jahres

Spannend wird es auch am 17. Februar um 16 Uhr auf der Expo + Event Stage in Halle 4 E40. Denn da wird der IFES Development + Innovation Award (IDIA) verliehen. Dieser zeichnet Produkte oder auch Projekte und Dienstleistungen aus, die nicht nur durch Zukunftsstärke, sondern auch mit Wirtschaftlichkeit und nachhaltiger Nutzung überzeugen. Und genau das ist es, was Innovation bedeutet. Sie müssen nicht nur neuartig sein, sondern genauso wirtschaftlich tragfähig und einen langfristigen Nutzen mitsichbringen. Die Verleihung ist deswegen ein absolutes Must-See!

Die Big Player von morgen schon heute treffen

Auch die Sonderflächen auf der EuroShop sind absolut einen Besuch wert. Lernen Sie beim Start-up hub Retail Technology & Marketing in Halle 3 Start-ups kennen, die mit ihren Ideen den Handel revolutionieren wollen. Sie sind jung, dynamisch und innovativ – das perfekte Umfeld für neue, kreative Ideen. Und wer weiß, vielleicht treffen Sie heute ein Start-up, was bereits morgen durch die Decke geht. Eine einmalige Gelegenheit also.

Auch der Innovationhub in Halle 4 E03 verspricht einige Zukunftsvisionen. Auch hier erleben Sie alles aus Bereichen wie Virtual und Augmented Reality. Erleben meine ich übrigens wortwörtlich. Denn Sie schauen sich die Lösungen nicht nur an, sondern probieren Sie selber aus.

Ab auf die EuroShop!

Sie sehen, ein Besuch der EuroShop lohnt sich absolut. Ein einmaliges Messeerlebnis ist garantiert. Sehr gerne können wir uns auch auf der EuroShop treffen! Schauen Sie einfach am Strautmann-Stand in Halle 15 an Stand E56 vorbei. Ich freue mich auf Sie und einen spannenden Austausch.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

Alltagsheld Pappkarton: Was Sie über das Verpackungsprodukt wissen müssen

Umzug, Einkauf, Lagerung: Kartons sind praktisch, funktional, vielseitig nutzbar und im Alltag nicht mehr wegzudenken. In nahezu jeder Branche werden sie für alle möglichen Produkte als Verpackungsmaterial genutzt. Der „Verband Papierfabriken“ kam zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2017 allein in Deutschland 22,7 Millionen Tonnen Papier, Pappe und Karton hergestellt wurden. Weltweit sind die Zahlen für die Nachfrage nach Papier und Karton deutlich höher. Bis zum Jahr 2030 soll sich der Bedarf laut der globalen Studie „World Paper Markets up to 2030“ von „Pyöry Management Consulting“ sogar auf insgesamt 482 Millionen Tonnen steigern. Aber wo kommen Kartons eigentlich her? Aus welchen Materialien bestehen sie? Und was passiert mit ihnen, sobald sie nicht mehr gebraucht werden? All diese Fragen möchte ich Ihnen in diesem Beitrag beantworten.

Die EU setzt auf Recycling

Wussten Sie, dass sowohl Papier als auch Kartonagen aller Art hauptsächlich aus Zellulosefasern bestehen? Zellulose ist ein von Pflanzen gebildeter Stoff und Hauptbestandteil der pflanzlichen Zellwände. Dabei stammen mittlerweile 90% des Holzes, welches die Europäische Union zur Kartonproduktion benötigt, aus der EU selbst. Laut der „Confederation of European Paper Industries“ (CEPI) kommen sogar bis zu 60% aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Für die Produktion von Papier und Kartons greift die Industrie dabei nicht nur auf Frischfasern aus Bäumen zurück, sondern nutzt vor allem wiedergewonnene Fasern aus recycelten Papierprodukten. Laut der Organisation setzt die gesamte europäische Union bereits zu 86% erneuerbare Rohmaterialien zur Kartonherstellung ein. Im Detail heißt das, dass 46% aus recycelten Papierprodukten bestehen und lediglich zu 40% frischer Holzschliff genutzt wird. Die übrigen 14% setzen sich wiederum aus Stoffen zusammen, die nicht aus Fasern bestehen, wie zum Beispiel Kalziumkarbonat.

769.000 Tonnen Verpackungsmaterial

Dabei ist der Aufwand zur Herstellung dieses Alltagsgegenstands nicht zu unterschätzen: Kartons bestehen normalerweise aus mindestens drei Lagen. Nachdem der Zellstoff Zellulose in seine Fasern zerlegt wurde, wird er im ersten Schritt zu einem wässrigen Brei zermahlen. Ähnlich wird dieser Prozess auch mit dem Altpapier vollzogen, das nach seiner Reinigung ebenfalls zerkleinert wird. Das Gemisch aus Wasser, Zellfasern und Zusatzstoffen wird entfärbt und läuft anschließend immer und immer wieder durch ein Sieb in einer Kartonmaschine, in der mit der Zeit schließlich erste Papierbahnen entstehen. Diese werden wiederum gegautscht, was bedeutet, dass die Bahnen ohne Klebstoff aufeinander gepresst werden, damit die typischen Kartonschichten entstehen können. Nach mehreren Trocknungsvorgängen kommen Kalk, Füllstoffe und Bindemittel hinzu, bevor die Bahnen schließlich geglättet werden. Im letzten Schritt werden sie zerschnitten und sind damit bereit für die unterschiedlichsten Einsätze und Gebrauchsmöglichkeiten, wie zum Beispiel für die Industrie und den Handel – und besonders hier ist der Verbrauch enorm: Laut der „Saarbrücker Zeitung“ unter Berufung auf Regierungsangaben sind in Deutschland im Jahr 2015 rund 769.000 Tonnen Verpackungsmaterial verbraucht worden. Zum Vergleich: Noch vor knapp zehn Jahren lag die Gesamtzahl bei lediglich 120.000 Tonnen. Grund für den Anstieg ist unter anderem der Online-Handel, der nach wie vor boomt.

Nach der Nutzung landen Kartons in Altpapiercontainern – und dann?

Wussten Sie, dass in Europa mittlerweile schon 83% der Papier- und Kartonverpackungen recycelt werden? Diese Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt der Europäischen Union (ESTAT) im Jahr 2015. Während 10% auf Deponien landen, werden 7% für andere Verwertungen, wie zum Beispiel die Verbrennung, gesammelt.

Die Verpackungen, die recycelt werden, werden zunächst in den Altpapiercontainern gesammelt. Diese werden anschließend in Papierfabriken nach verschiedenen Papierarten sortiert und zu Ballen gepresst. Im nächsten Schritt werden sie im sogenannten Pulper mit Wasser aufgelöst und zerfasert. Der dadurch entstandene Faserbrei wird über Siebe gezogen, gereinigt und eingedickt. So werden Druckerschwärze und andere Fremdstoffe vom Altpapier entfernt. Nachdem weitere Faser-, Füll- und Hilfsstoffe hinzugemischt werden, gelangt die Masse in den Produktionsprozess zur Weiterverarbeitung zu Produkten wie Zeitungen, Umschlägen und Papierrollen. Dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne. Dieser Kreislauf ist wesentlich umweltfreundlicher als die Herstellung von Papier. Denn dafür wird viel Holz, Energie und Wasser benötigt. Außerdem besteht die Gefahr, dass Chemikalien ins Gewässer gelangen. Durch den Einsatz von Altpapier kann die Umweltbelastung also stark reduziert werden.

Jetzt Altpapier effizient entsorgen!

Sie sehen, Altpapier ist ein wahrer Alltagsheld und schützt nicht nur Ihre Ware, sondern auch die Umwelt. Aber nur, wenn es auch richtig entsorgt wird. Dazu können Sie mit einer Ballenpresse in Ihrem Lager beitragen. Denn so wird die lose Kartonage bereits bei Ihnen zu Ballen gepresst. So lässt sie sich komfortabler und platzsparender abtransportieren. Es werden weniger LKW-Fahrten benötigt und das Risiko, dass lose Verpackungen in die Umwelt gelangen und nicht recycelt werden, wird reduziert.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

Verpackung von Lebensmitteln: Schutz oder schädlich?

Egal ob Joghurt, Suppen oder Getränke – sie alle werden im Supermarkt verpackt verkauft. Insgesamt haben knapp 90 Prozent der Lebensmittel Verpackungen. Da kommt einiges zusammen: 2018 wurden in der EU für Essen und Getränke mehr als 1,13 Billionen Verpackungen verwendet.

Verpackungen sollen unsere Lebensmittel frisch halten, indem diese vor äußerlichen Einflüssen wie Licht und Sauerstoff geschützt werden. Doch gleichzeitig ist das Material, aus dem sie hergestellt werden, sehr oft schädlich für die Umwelt. Und durch Verpackungen wird eine enorme Menge Müll verursacht. Sollte man sie deswegen nicht besser komplett abschaffen? Über dieses Thema wird derzeit heiß diskutiert. Ich schaue mir beide Positionen einmal genauer an.

 Die Umweltsünde Plastik

Plastik ist eines der wichtigsten Verpackungsmaterialien. So steht es im Plastikatlas des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Aber Plastik ist extrem schädlich für die Umwelt und für einen selbst. Denn Kunststoffverpackungen enthalten chemische Substanzen. Gelangen diese in den Körper des Menschen, dann sind gesundheitliche Schäden zu befürchten. Und bei Kunststoffverpackungen besteht tatsächlich die Gefahr, dass der Mensch die chemischen Substanzen über die Lebensmittel wieder aufnimmt.

Plastikmüll gelangt auch über verschiedene Wege in die Weltmeere, wird dort aber nicht vollständig abgebaut. So fressen Meerestiere und -vögel kleine Plastikteile, weil sie sie für Nahrung halten. Die Tiere verhungern trotz einem vollen Magen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass die Plastikpartikel über die Nahrungskette auch wieder auf dem Teller des Menschen landen. In größeren Plastikteilen können sich die Tiere verfangen – sie verletzen sich oder sterben qualvoll. Im Laufe eines Jahres landen rund 10 Millionen Tonnen Plastik im Meer. 

Längst wurde deswegen erkannt, dass Naturschutz ernst genommen und der Plastikverbrauch reduziert werden muss. Es tut sich tatsächlich etwas – auch im Einzelhandel. Papiertüten anstelle von Plastikbeuteln hängen neben den Äpfeln und an der Kasse. Die Trauben gibt es jetzt in Papierschälchen, nicht im Kunststoffbeutel. Seit 2015 haben Aldi Nord und Aldi Süd bereits rund 40.000 Tonnen weniger Verpackungsmaterial verbraucht, melden die Discounter. Verpackungsfreie Supermärkte liegen im Trend. Es tut sich also etwas und das ist gut für die Umwelt. Aber reicht der Verpackungsverzicht allein aus, um der Umwelt zu helfen?

 Mittel gegen Lebensmittelverschwendung 

Auf der einen Seite: Tonnen von eingespartem Verpackungsmaterial. Auf der anderen Seite: Lebensmittel, die in Deutschland jährlich im Müll landen. Nach aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes sind es 18 Millionen oder in anderen Worten: ein Drittel aller produzierten Lebensmittel. Damit wird die Umwelt stark belastet. Denn Wasser, Energie und Anbauflächen werden unnötig verschwendet, wenn die hergestellten Lebensmittel in der Tonne landen. Außerdem hungern mehr als 900 Millionen Menschen auf der Welt, während anderswo noch genießbare Lebensmittel weggeworfen werden.

Wenn Lebensmittel unverpackt verkauft werden, dann könnte sich dieses Problem noch verschlimmern. Sauerstoff, Feuchtigkeit, Licht, Reifegase – all diese Dinge kann eine Verpackung nämlich von Obst und Gemüse fernhalten. Und es dadurch deutlich länger haltbar machen. Eine verpackte Gurke hält beispielsweise drei Tage länger als eine unverpackte. Ein Prozent mehr Verpackung bedeuten zehn Prozent weniger weggeworfene Lebensmittel, ist sich Winfried Batzke, Geschäftsführer vom Deutschen Verpackungsinstitut sicher.

Verpacken lohnt sich also doch, wenn es nach den Verpackungs-Befürwortern geht. Ihrer Meinung nach soll der Schaden tatsächlich größer sein, wenn Lebensmittel verderben, als wenn sie verpackt werden. 90 Prozent der ökologischen Belastungen steckten im Produkt, nur zehn Prozent in der Verpackung.

Was ist die Lösung?

Viel Plastikmüll auf der einen, Lebensmittelverschwendung auf der anderen Seite. Eine Pattsituation. Ist der Umwelt geholfen, wenn Plastik eingespart wird, dafür aber tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen werden müssen? Muss eine Alternative zu Plastik gefunden werden? Was taugen andere Verpackungsvarianten, wie zum Beispiel das Coating-Verfahren, was ich Ihnen in einem anderen Beitrag bereits vorgestellt habe? Sollten wir nur noch unverpackte Lebensmittel kaufen?

Fragen, auf die es aktuell noch keine eindeutige Antwort gibt. Klar ist nur, dass sich etwas ändern muss. Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Wie können wir unseren Planeten bestmöglich schützen? Schreiben Sie Ihren Standpunkt gerne in die Kommentare. Ich freue mich, wenn wir über dieses wichtige Thema ein wenig diskutieren.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

So verkauft der Lebensmitteleinzelhandel heute – Drei Trends im Überblick

Seit Jahren boomt das Online-Geschäft. Amazon und Co. haben den Markt erobert. Der stationäre Handel leidet unter dem Erfolg der Konkurrenz und droht dem digitalen Wandel zum Opfer zu fallen. Auch Lebensmittel kann man mittlerweile bei Amazon kaufen. Darin haben die Lebensmitteleinzelhändler zunächst keine Gefahr gesehen, denn Lebensmittel online zu erwerben – das kam den Deutschen lange komisch vor.

Doch der Trend ändert sich: Eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat ermittelt, dass bereits 33 Prozent der Deutschen schon einmal online Lebensmittel gekauft haben und sich vorstellen könnten, dies noch einmal zu tun. Vorteile der Online-Bestellung seien zeitliche Unabhängigkeit für den Einkauf, kein Tragen der Einkäufe und Zeitersparnis.

Es scheint, als ob die Online-Giganten auch für den Lebensmitteleinzelhandel zum Problem werden. Doch kampflos gibt sich dieser nicht geschlagen. Es gibt einige Trends, mit denen die Märkte Kunden halten und neue gewinnen wollen. Ich stelle Ihnen drei der aktuellen Trends vor.

Wäschereiservice im Supermarkt 

Einkaufen und Wäsche in die Reinigung bringen – zwei To-dos des Alltags, die jeder kennt. Vor allem nach einem langen Arbeitstag können die Laufwege zu den verschiedenen Geschäften schon einmal lästig werden. Und stressig zugleich, wenn die Reinigung um 18 Uhr oder 19 Uhr schon wieder schließt.

Wieso also nicht den Lebensmitteleinkauf mit dem Gang zur Textilwäscherei verbinden und so Laufwege einsparen? Das dachte sich die Rewe Group und ging im Juli 2019 eine Kooperation mit dem Kölner Start-up “Wasch Mal” ein. In drei Testmärkten konnten Kunden online oder per App einen Waschservice buchen. Anschließend gaben sie die dreckige Wäsche im Rewe-Markt an der Kasse oder an den extra eingerichteten Stationen ab. Dort konnten sie später frisch gewaschene und gebügelte Kleidung wieder abholen.

Das Konzept schien aufzugehen: Zwischen Oktober und Dezember 2019 kamen laut Waschmal-Geschäftsführer Stefan Brüssemaker 23 Filialen hinzu. Und nun sollen 30 weitere Filialen folgen. Die größten Vorteile seien, dass Umwege wegfallen und dass die Kunden durch die langen Öffnungszeiten der Märkte profitieren, so Brüssemaker. Neben Rewe bietet auch der Drogeriemarktbetreiber dm einen Wäschereiservice an. Er kooperiert mit der Henkel-Tochter Persil Service.

Kunde als Kassierer

Lange Schlangen an der Kasse nerven die Kunden. Durch die Warterei verlieren sie viel Zeit. Hinzu kommt, dass sie die Ware mühsam aus ihrem Einkaufswagen auf das Band und wieder zurück räumen müssen. Bei der Supermarktkette Globus ist damit seit einiger Zeit Schluss. Bis Ende 2018 hat der Mittelständler bereits 30 Märkte mit einem neuen Bezahlsystem ausgestattet: Scan & Go.

Im Eingangsbereich halten die Globus-Kunden ihre Kundenkarten unter ein Lesegerät und können sich anschließend einen Scanner von einer Stellwand nehmen. Der Scanner wird durch eine Halterung am Einkaufswagen befestigt. Nun scannt der Kunde jeden Artikel, den er aus dem Regal nimmt, bevor er ihn in den Einkaufswagen legt. Am Ende wird an einer Checkout-Station bezahlt. Die Einkäufe müssen nicht noch einmal an einer Kasse ausgepackt werden.

Ende 2018 sagte David Massing, Projektleiter Scan & Go bei Globus im Gespräch mit dem Handelsblatt: “Wir haben jetzt schon über 165.000 Kunden, die sich registriert haben und es nutzen”. Der Umsatz habe sich in den Märkten, in denen Scan & Go eingesetzt wird, um 30 Prozent erhöht.

Auch Amazon setzt auf ein System ohne Kassen. In Amerika sind die ersten kassenfreien Supermärkte Amazon Go schon vor einigen Jahren eröffnet worden. In Deutschland experimentieren Händler wie Real mit dem Self-Scanning. Allerdings müssen die Kunden hier jedes einzelne Teil an den Kassen selber scannen und sie dafür noch einmal aus dem Einkaufswagen nehmen. Ob man so überhaupt noch Zeit sparen kann? Vielleicht beantwortet die Tatsache, dass sich diese Selbstbedienungskassen immer noch nicht so richtig durchgesetzt haben, diese Frage

Plauderkasse

Auf eine komplett gegensätzliche Strategie setzt die niederländische Supermarktkette Jumbo. Vor kurzem hat sie eine Plauderkasse bei ihrem Markt in Vlijmen eingeführt, an der sich die Mitarbeiter extra Zeit nehmen, um mit ihren Kunden beim Kassieren ins Gespräch zu kommen.

Der Hintergrund dieser Idee ist weniger schön: Immer mehr Menschen, vor allem Senioren, leben alleine und haben nur wenige, mit denen sie sich unterhalten können. Zum Mittel gegen Einsamkeit wird nun der Besuch im Supermarkt. “Wir möchten, dass das Einkaufen Spaß macht”, berichtete Dick de Fjiter, Niederlassungsleiter von Jumbo Vlijmen dem Gerneral Anzeiger Bonn. Das heißt: Statt Hektik und Stress entspanntes Einkaufen mit Plaudereien.

Zusätzlich kooperiert die Supermarktkette mit einer Stiftung und hat einen “Kaffeeklatsch” eingeführt. Hier treffen sich Ehrenamtliche mit älteren Menschen für Gespräche. Außerdem helfen diese den Senioren beim Einkaufen oder im Haushalt.

Der Hintergrund dieses Trends: Der Supermarkt wird zur Wohlfühlatmosphäre. Ein Ort, an dem man gerne Zeit verbringt. Für manche wird das Einkaufen sogar zum Erlebnis. Und das ist etwas, womit der stationäre Handel dem Online-Handel voraus ist. Kein Wunder also, dass viele Supermärkte dieses Ass im Ärmel zu spielen versuchen.

Und woher nimmt das Personal die Zeit?

Den Kunden ein entspanntes Einkaufen zu ermöglichen, ist gleichzeitig aber zusätzlicher Zeitaufwand für das Personal. Supermärkte müssen also an anderer Stelle Zeit einsparen, wenn sie mehr Kapazitäten für ihre Kunden aufwenden wollen. Eine oft unterschätzte Möglichkeit Zeit einzusparen, ist die Lagerlogistik. Viele entsorgen aufwendig, obwohl es längst effizientere Lösungen am Markt gibt. Wenn Sie zum Beispiel eine automatische Ballenpresse einsetzen, in die Kartonage nicht mehr per Hand eingeführt werden muss, dann können Sie im Jahr um die 2016 Stunden einsparen. So erhalten Sie genug Zeit, um Trends wie die Plauderkasse in Ihrem Markt umzusetzen.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

Anton Leon Baler auf LinkedIn

Ich, Anton Leon Baler, bin jetzt auch auf LinkedIn aktiv und vernetze mich mit Geschäftspartnern und Kollegen. Dort erzähle ich spannende Geschichten aus meinem täglichen Arbeitsumfeld.

Ordnung und Sauberkeit sind nämlich für mich nicht nur Pflicht, sondern Leidenschaft. Auch mit Druck kenne ich mich gut aus. Wo andere platzen, arbeite ich ruhig weiter. Meine Kollegen sagen über mich, dass ich ein wahrer Segen bin. Denn ich helfe dort, wo es unbequem wird. Ich bin teamfähig, weil ich darauf achte, dass sich niemand in Gefahr begibt.

Vernetze Dich mit mir auf LinkedIn!

Anton Leon Baler, Prozessoptimierung

Anton Leon Baler, Prozessoptimierung
Anton Leon Baler, Prozessoptimierung

Essbare Schutzhülle hält Obst und Gemüse länger frisch

Fast ein Drittel der produzierten Lebensmittel landen in Deutschland im Müll. Das sind laut aktueller WWF-Studie fast 18 Millionen Tonnen. Verzicht auf Verpackungen bedeutet oft Verzicht auf lange Haltbarkeit und Frische. Das Coating-Verfahren soll zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die innovative Technologie verzichtet auf Verpackungsmüll und garantiert frischen Lebensmitteln eine längere Haltbarkeit. Die Rewe Group hat dieses Verfahren als erster Lebensmittelhändler in Deutschland eingeführt. Es handelt sich um eine essbare Verpackung.

Und so funktioniert der unsichtbare Mantel: Früchte bekommen laut Informationen der Lebensmittelzeitung einen dünnen essbaren Überzug, der die Zellatmung reduziert und sie länger frisch halten soll. Dieser Überzug besteht aus einem Mix aus natürlichen Zuckerresten, Zellulose sowie pflanzlichen Ölen und kann durch Besprühen oder Eintauchen der Früchte angewendet werden. Laut dem britischen Hersteller AgriCoat Nature Seal sei der Überzug essbar, gut verträglich und geruchs- und geschmacksneutral. Die Coatings würden den Verderb frischer Früchte verringern und doppelt so lange haltbar machen. Seit Anfang November testet Rewe die natürlich eingepackten Früchte bereits im Verkauf.

Vor wenigen Wochen zog Edeka nach – mit einer etwas anderen Schutzschicht. Der Händler hat Avocados mit einer Hülle aus pflanzlichem Material des US-Unternehmen Apeel Sciences versehen. Diese besteht aus Inhaltsstoffen, die üblicherweise in den Schalen, Samen und im Fruchtfleisch verschiedener Obst- und Gemüsesorten enthalten sind, wie Edeka in einer Pressemitteilung schreibt. Mit der Hülle werden der Wasserverlust und das Eindringen von Sauerstoff verlangsamt, damit Obst und Gemüse länger haltbar bleiben. „Apeel ist eine natürliche Antwort auf die Frage, wie frisches Obst und Gemüse länger haltbar bleibt und obendrein Plastikverpackungen eingespart werden können“, macht Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG deutlich.

Die „zweite Haut“ für Obst und Gemüse soll 2020 bundesweit in den Edeka-Filialen angeboten werden. Die Rewe Group hat ihren Coating-Test bereits auf österreichische Märkte ausgeweitet. Die alternative Verpackung nimmt Fahrt auf und wird sich in diesem Jahr weiter in den Supermärkten etablieren. Ein Verfahren, das den Lebensmitteleinzelhandel revolutionieren könnte – essbare Verpackungen für den Umweltschutz und gegen die Lebensmittelverschwendung.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

So wollen Tesco, ALDI & Co. tonnenweise Verpackungsmüll einsparen – die CSR-Strategien der großen Einzelhandelskonzerne im Überblick

Ob Plastik, Pappe oder Glas: Um Lebensmittel und andere Waren zu schützen, werden sie verpackt. Im Jahr 2017 haben die Deutschen im Schnitt 226 kg Verpackungen verbraucht – Tendenz steigend. Dass die Produktion und die Entsorgung von Verpackungen Energie kosten und damit die Umwelt belasten, ist kein Geheimnis. Während besonders in Großstädten sogenannte “Unverpackt-Läden” wie Pilze aus dem Boden schießen, machen sich auch die großen Einzelhandelskonzerne wie Rewe, Tesco & Co. Gedanken zum Umgang mit Verpackungen. Reduktion, Verzicht, Recycling sind dabei nur einige Stichwörter. In diesem Artikel will ich die Strategien vier großer Player vorstellen.

1. Tescos 4R-Strategie: Remove, reduce, re-use, recycle

Die britische Handelskette, die weltweit mehr als 6.800 Filialen betreibt, hat eine Strategie, die aus vier Schritten besteht.

  1. Das Entfernen aller nicht-recycelbaren und schwer zu recycelnden Materialien.
  2. Was nicht entfernt werden kann, soll auf ein absolutes Minimum reduziert werden.
  3. Das Entdecken neuer Möglichkeiten der Wiederverwendung.
  4. Sicherstellen, dass Verpackungen als Teil eines geschlossenen Kreislaufs recycelt werden.

An der Umsetzung der ehrgeizigen Ziele arbeitet Tesco bereits und nimmt dabei seine Lieferanten in die Pflicht: Bis Ende 2019 will der Konzern die schwer zu recycelnden Materialien aus Eigenmarkenprodukten eliminiert haben. In 800 Produktlinien sollen über 4.000 Tonnen Verpackungsmaterial entfernt werden. Bei Treffen mit über 1.500 Lieferanten stellte Tesco seine Vision für die nächste Stufe seiner Verpackungsagenda vor. Der britische Konzern habe die Lieferanten auch darüber informiert, dass ab dem nächsten Jahr die Größe und Eignung der Verpackung im Rahmen von Kategorieüberprüfungen und Sortimentsentscheidungen bewertet wird.

Tesco-CEO Damien Lewis fordert auch die Politik zum Handeln auf: “Ohne eine nationale Infrastruktur werden die Bemühungen der Industrie zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit von Materialien, die in Verpackungen verwendet werden, ein Tropfen auf den heißen Stein sein.” Im Januar 2018 habe Tesco die Regierung aufgefordert, diese Infrastruktur einzuführen, und sogar Hilfe angeboten.” Diese Einladung steht und der Handlungsbedarf war noch nie so dringlich wie heute”, sagt Lewis.

2. Carrefours CSR-Mission: 10.000 Tonnen weniger Verpackungen bis 2025

Auch Carrefour widmet sich in seiner Environmental Management Policy dem Thema Verpackungen. Gegenüber dem Basisjahr 2016 will der Konzern binnen 9 Jahren 10.000 Tonnen weniger Verpackungen nutzen. Um diese Ziele zu erreichen, hat Carrefour konkrete Maßnahmen definiert:

  • Die Optimierung der Verpackung durch Anpassung der Formen, Reduzierung von Größe, Gewicht und Farben
  • Die Verwendung von Druckfarben auf pflanzlicher Basis
  • Das Verzichten auf Sekundärverpackungen
  • Die Verwendung erneuerbarer und recycelter Materialien
  • Den eigenen Kunden Verpackungslösungen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Lieferanten anbieten

Jedes Carrefour-Länderteam hat die Aufgabe, in diesem Bereich fünf Projekte pro Jahr durchzuführen. Alle Neuentwicklungen müssen Kriterien wie Materialreduzierung, optimierte Füllraten und umweltschonender Druck erfüllen. Für die Beförderung von Obst und Gemüse sollen beispielsweise wiederverwendbare Kunststoffschalen eingesetzt werden.

3. REWE Group: Weniger Verpackungsmüll mit Strategie

Vermeiden, Verringern, Verbessern: Das sind die Schlagworte der REWE Group. Bis Ende 2030 will der Konzern alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher gestalten. 1.200 Veränderungen habe der Konzern in seinen REWE- und Penny-Filialen bereits angestoßen, durch die jährlich rund 7.600 Tonnen Kunststoff eingespart werden.

Wo es möglich ist, versuche die REWE Group Verpackungen und Plastik zu vermeiden. Die Auslistung von Plastiktüten, die Abschaffung von Kunststofffolien bei Gurken, die Einführung von Mehrwegnetzen in der Obst- und Gemüseabteilung oder Laser-Logos für Bio-Obst und -Gemüse wie die Süßkartoffel. Was nach kleinen Schritten klingt, macht jedoch einen immensen Unterschied. Allein durch die Umstellung bei den Gurken sparte der Konzern 2019 ca. 80.000 Kilogramm Kunststoff.

Wo nicht ersatzlos eingespart werden kann, setzt die Gruppe auf Innovation. So sollen Früchte zukünftig zum Beispiel in Graspapier verpackt werden. Der Wertstoff hat eine gute Ökobilanz, denn für die Produktion ist kaum Chemie notwendig und sie erzeugt weniger Treibhausgase.

4. ALDI Süd: Die #Aldiverpackungsmission – Clever trennen und Startups fördern

“Am nachhaltigsten ist Verpackung, die es nicht gibt”, heißt es auf der Website von ALDI Süd. Auch ALDI setzt bei seiner Nachhaltigkeitsstrategie auf die gewohnten drei Bausteine Vermeiden, Wiederverwenden und Recyclen. Vor allem die richtige Mülltrennung ist ein wichtiger Faktor. Und das nimmt ALDI Süd sich nicht nur bei der internen Entsorgungslogistik vor. Trennhinweise auf der Verpackung von Eigenmarken, sogenannte “Tipps für die Tonne”, sollen auch den Verbrauchern bei der korrekten Entsorgung von Verpackungsmaterial helfen.

Der Konzern ruft damit alle auf, Teil der #Aldiverpackungsmission zu werden. Konkrete Maßnahmen und Ziele der Mission sehen wie folgt aus:

  • 30 Prozent weniger Materialeinsatz bei Verpackungen von Eigenmarken bis 2025 (im Vergleich zu 2015)
  • Recyclingfähige Verpackungen bei Eigenmarken bis 2022
  • Mehr unverpacktes Obst und Gemüse
  • Richtige Abfalltrennung: „Tipps für die Tonne“ auf Eigenmarken
  • Nachhaltiger Papier- statt Plastikschaft bei Wattestäbchen

In Sachen Innovation wartet ALDI Süd nicht, sondern bringt sie einfach selbst ins Rollen. Mit einem Startup-Förderprogramm unterstützt der Konzern Tech-Founder und hilft ihnen, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Verpackungsmüll reduzieren. Ein Einkaufsrucksack, eine kappenlose Shampoo-Flasche und essbare Strohhalme sind die Produkte, die es ins Förderprogramm geschafft haben. Und alle drei Produkte soll es künftig in den ALDI Süd-Filialen geben. “Für uns ist die Zusammenarbeit mit den Startups so erfolgreich, dass wir schon bald in die zweite Runde gehen und neue Startups mit ihren Innovationen unterstützen werden”, heißt es auf der Homepage des Discounters.

Strautmann Umwelttechnik GmbH

Wie Sie unvergessliche Einkaufserlebnisse für Ihre Kunden schaffen

Wenn Supermarktkunden mit süßer Ananas oder dem Duft von frisch gebratenen Kartoffelpuffern begrüßt werden, dann steckt oft ein kluges Konzept dahinter. Im Wettkampf gegen den bequemen Online-Handel sprechen die Einzelhändler alle Sinne an, um den Einkauf zum Erlebnis zu machen. Der Supermarkt soll zu einem Ort werden, an dem Kunden gerne ihre Zeit verbringen.

Dabei kommt es nicht primär auf die Art der Vermarktung, sondern zunächst auf die Qualität des Produktsortiments, an. „Mehr als 40 Millionen Kunden profitieren täglich von enormer Produktauswahl, Formatvielfalt und Preisstabilität“, unterstreicht Stefan Genth, Geschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland als wichtige Schnittstelle zum Verbraucher. Und das Sortiment spielt in der Auswahl des Supermarktes oder Discounters eine besonders große Rolle für den Kunden.

Nahezu 85 Prozent der Deutschen suchen Lebensmittelgeschäfte auf, in denen der gesamte Einkauf auf einmal erledigt werden kann. „Wenn ein Geschäft keine ausreichend große Auswahl bietet, kaufe ich dort nicht ein“, sagen über 42 Prozent der Deutschen. Das geht aus dem Handelsreport Lebensmittel 2018 der HDE hervor. Der Trend geht eindeutig zum One-Stop-Shopping. Frei nach dem Real-Slogan „Einmal hin, alles drin“. Das heißt: die Supermärkte und Discounter müssen ihr Sortiment breit aufstellen. Um Bioprodukte zu kaufen, möchte der Kunde nicht ins Reformhaus gehen müssen. Um Fleisch aus der Region zu bekommen, möchte der Kunde nicht den örtlichen Metzger aufsuchen. Um das Gemüse vom Bauern nebenan zu bekommen, möchte sich dieser nicht zusätzlich auf den Weg machen müssen. Bestenfalls verfügt der Markt über all diese Produkte und vermarktet sie entsprechend.

Der Kunde ist König

Um das zu garantieren, muss sich der Einzelhandel auf das fokussieren, was wichtig ist: Den Kunden. Das bekannte Sprichwort “Der Kunde ist König” kommt nicht von ungefähr. Was erwartet der Kunde? Welche Produkte kauft er ein? Auf welche Produkteigenschaften achtet er? Wie wichtig sind ihm Bio Qualität und Nachhaltigkeit? Auf welche Marketing-Maßnahmen springt er an? Kauft er die Ananas, weil er sie probieren konnte? Nimmt er die Kartoffelpuffer mit, weil sein Appetit angeregt wurde? Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt, kann das Sortiment darauf abstimmen und ein Erlebnis drumherum kreieren. Das kostet viel Zeit und Personal.

Personaleinsatz optimal planen

Aber was kann man tun, wenn das Personal gar keine Zeit hat, den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden? Man muss nur schauen, an welchen Stellen sich noch Zeit einsparen lässt. So zum Beispiel beim Entsorgungsprozess. Das haben viele nicht auf dem Schirm. Während Ihre Mitarbeiter mühsam Kartonage in kleine Einkaufswagen werfen, um im nächsten Schritt eine Ballenpresse händisch zu befüllen, schieben andere einfach nur einen großen, befüllten Sammelwagen unter die Presse – der Rest geht von selbst. Dadurch lassen sich nicht nur, wie bereits im Black-Friday-Artikel erwähnt, 500 Arbeitsstunden im Jahr sparen, sondern auch ein ganzer Arbeitsschritt. Sie haben mehr Zeit für Ihr Sortiment, Ihre Kunden und Ihre Vermarktung.

Auch Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme sparen Zeit. Diese Systeme unterstützen sämtliche Geschäftsprozesse in einem Unternehmen. Ob der Bereich Beschaffung, Vertrieb, Personalwesen, Rechnungswesen oder Lagerlogistik: All diese Bereiche sind über eine gemeinsame Datenbasis miteinander verbunden. Welche Waren befinden sich noch im Lager? Wurde bereits Nachschub bestellt? Welche Marketingaktionen kommen in anderen Standorten an? Alle Mitarbeiter können schnell auf die Informationen zugreifen. Auf Grundlage dessen können Arbeitsabläufe optimiert und das Sortiment anhand von dokumentierten Erfahrungswerten am Kunden ausgerichtet werden. Als ERP-System bietet sich für den Lebensmitteleinzelhandel aufgrund der Kundenorientierung godesys an. Das System wurde in diesem Jahr vom Center For Enterprise Research der Universität Potsdam als ERP-System des Jahres ausgezeichnet.

Während sich die automatische Ballenpresse um die Kartonagen im Lager kümmert und ein ERP-System Ihre Prozesse im Blick behält, machen Sie sich doch Gedanken über die nächste Probieraktion in Ihrem Geschäft. Damit Einkaufen auch bei Ihnen zum Erlebnis wird.

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24 Dinge, die Sie erledigen könnten, wenn Ihr Entsorgungsprozess effizient wäre

Geschenke kaufen, Weihnachtsfeiern besuchen, Jahresbilanzen anfertigen – die Adventszeit ist für viele die stressigste im ganzen Jahr. Während To-Do-Listen immer länger werden und sich Aufgabenberge auftürmen, vergeht die Zeit wie im Flug. Zeit einzusparen, gelingt nur selten. Stress ist quasi vorprogrammiert.

Das gilt selbstverständlich auch für die Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel, die mit dem höheren Kundenandrang vor dem Fest (siehe auch Beitrag zum Black Friday) zu kämpfen haben. Was sich zeitgleich hinter den Kulissen im Lager abspielt, daran denkt zunächst keiner. Denn keine Frage, die Kunden haben Priorität. So wird zum Beispiel der Entsorgung von Kartonage und Umverpackungen wenig Beachtung geschenkt. Doch das ist ein Fehler, denn während etliche Prozesse im Verkauf bereits optimiert wurden, bleibt die Entsorgung oftmals ein großer Zeitfresser, der auch noch hohe Personalkosten verursacht. Vielen ist das gar nicht bewusst.

Deswegen liegt es mir am Herzen, Ihnen gerade in der stressigen Weihnachtszeit zu zeigen, was Sie alles erledigen könnten, wenn Ihr Entsorgungsprozess effizient wäre. Denn dafür gibt es längst Lösungen, Sie kennen Sie womöglich nur noch nicht. Beispielsweise lassen sich durch eine automatisierte Ballenpresse im Jahr bis zu 100 Arbeitsstunden pro Tonne Entsorgungsvolumen einsparen. Dies gelingt, weil die händische Befüllung wegfällt und sich die Presse automatisch befüllt.

Was Sie in der gewonnenen Zeit erledigen könnten, wenn Sie diese automatisierte Ballenpresse nutzen würden, das zeige ich Ihnen in den nächsten 24 Tagen. Freuen Sie sich auf einen “Adventskalender”, der zwar keine Schokolade beinhaltet, dafür aber 24 kleine Leckerbissen eines in den Adventswochen sehr kostbaren Gutes: Zeit.

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